Gerade kam ein Newsletter von der Plattform Urbia in dem auch ein gerade bei uns aktuelles Thema mal wieder publiziert wird.
Allein das Wort Strafe löst bei den meisten Eltern schon beginnendes Bauchweh aus. Strafe, das klingt nach unterdrückten, verängstigten Kindern und lieblos-strengen Eltern, nach etwas total Gestrigem also. Bestrafungen, so finden viele Mütter und Väter, haben in der Erziehung heute rein gar nichts mehr zu suchen. Weil sie – so flüstert das Bauchgefühl – die Würde des Kindes doch gar nicht anders als verletzen können, ihm also seelischen Schaden zufügen müssen. Einige Rufer in der Wüste plädieren aber dafür, dass angemessene, möglichst gerechte, gewaltfreie Bestrafungen in der Erziehung nicht geächtet sein sollten. Ein unvoreingenommener Blick auf Pro und Contra dieses schwierigen Themas lohnt und deckt manch überraschenden Aspekt auf.
Was ist eigentlich ein Fehlverhalten des Kindes?
Früher war zwar nicht alles besser, aber Vieles einfacher. So auch das Erziehen. Es gab eine breite Übereinstimmung darüber, was Erziehung leisten sollte: Ihr erstes Ziel war die Vermittlung von Tugenden wie Ehrlichkeit, Fleiß, Anstand, Gerechtigkeit sowie von gesellschaftlichen Regeln. Heute ist längst nicht mehr definiert, was eine Tugend ist, und gesellschaftliche Regeln und Werte haben sich zum Teil gelockert, zum Teil überlebt. Es zeichnet sich ab: weiterlesen…(externer Link)
Genau das ist gerade auch bei uns das Problem was in diesem Artikel beschrieben wird. Einen (Mittel)Weg zu finden auf dem man als Eltern das erreicht was man in der Erziehung seines Nachwuchses denkt zu benötigen, aber ohne übertriebene Härte anzuwenden. Rohrstock und Co. sind ja schon seit einigen Jahrzehnten out und waren auch kein gutes Mittel zum Erfolg. Gerade mit den Techniken oder Beispielen die Jesper Juul anführt kann man ganz schnell mit anderen Eltern kollidieren wie wir selbst erfahren haben.
Ein Beispiel dazu. Silvia ging zu einem Vortrag über Grenzen setzen bei Kindern und hat dort erfahren, dass wenn zwei Kinder sich streiten und es zu Handlungen(beißen,kratzen, Haare ziehen, schupsen) kommt die unter anderem auch sehr schmerzhaft werden können, dann sollte die Mutter(als Synonym für Eltern) des “Opfer”kindes dazwischen gehen und das “Angreifer”kind eingehend darauf hinweisen, dass man nicht möchte das man seinem eigenen Kind weh tut. Dabei das “Angreifer”kind ruhig auch an den Händen festhalten. Genau das kann dann negativ bei den “Angreifer”Eltern aufstoßen und dann ist Ärger vorprogrammiert. Genau das hatte Silvia dann auch gemacht und dann hing der Freundschaftssegen schief. Es musste nun erst einmal auf der Ebene der Eltern geklärt werden warum man so vorgegangen ist. Das Problem bei der ganzen Geschichte ist, dass alle Eltern doch teilweise sehr unterschiedliche Auffassungen von Erziehung haben. Bloß das Kind nicht Strafen, weil Strafe ja negativ ist. Aber ist Konsequenz nicht auch eine Art Strafe?
Ich selbst halte nichts von Stiller Treppe und das was da im TV teilweise gezeigt wird sind meist nur Extremfälle und können in keinster Weise auf Otto-Normalerzieher(Eltern) angewandt werden. Was ich immer wieder auch bei mir feststelle, ist dass man einfach nicht auf sein Bauchgefühl hört. Denn das ist meist das Gefühl was einen meist richtig lenkt und damit das richtige machen lässt.
In diesem Sinne viel Spaß beim Erziehen…
Weiterführende Links
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Erziehungsfragen/s_413.html
http://www.familylab.de/



